Taube Hände beim Radfahren bedeuten oft, dass zu viel Last vorne am Rad ankommt. Die Hand selbst ist häufig nicht das Hauptproblem. Sie ist nur die erste Stelle, an der schlechte Gewichtsverteilung sichtbar wird.
Du arbeitest direkt mit mir, Lloyd Thomas. Ich prüfe, wie du dich auf dem Rad abstützt, wie gut dich der Sattel trägt und warum überhaupt so viel Druck in Hände und Unterarme gelangt.
Häufige Ursachen für taube Hände beim Radfahren
Taube Hände entstehen selten aus nur einem kleinen Detail. Reichweite, Front-Höhe, Sattelposition, Hebelwinkel, Lenkerform und fehlende Unterstützung aus Becken und Rumpf können zusammen die Front überlasten.
Darum helfen dickeres Lenkerband oder andere Handschuhe manchmal nur kurz, ohne das echte Problem zu lösen.
- zu viel Last auf Händen und Schultern
- das Cockpit ist zu lang, zu tief oder schlecht ausbalanciert
- der Sattel trägt nicht stabil genug
- Handgelenkswinkel und Hebelstellung passen nicht sauber
- fehlende Rumpfstabilität schiebt dich in die Arme
Was ich bei tauben Händen im Bikefitting prüfe
Ich starte mit deiner Bewegung ausserhalb des Rads und analysiere danach die Position unter Last. Mich interessiert nicht nur, wo das Gefühl verschwindet, sondern warum dein System genau dort so viel Druck erzeugt.
Ich verändere nicht blind nur den Lenkerkontakt. Ich finde heraus, was im Gesamtsystem die Hände wirklich überlastet.
Was eine gute Lösung leisten muss
Ein gutes Fitting soll mehr tun als Kribbeln für ein paar Minuten zu reduzieren. Die Gewichtsverteilung soll ruhiger werden, die Hände sollen weniger Last tragen müssen und Schultern sowie Oberkörper sollen auf längeren Fahrten entspannter arbeiten.
Das eigentliche Ziel ist eine bessere Lastaufteilung zwischen Sattel und Händen statt eines schnellen Cockpit-Pflasters.